Über uns

 

Mohammed Azam Obaidi ist im Jahre 1927 geboren. In dem Bereich Literatur (Dari und Paschtu) hat er an der Kabul Universität studiert. An der Columbia – Universität (USA) hat er im Jahre 1966 seine Magisterarbeit geschrieben und den Magistertitel bekommen.

Im Jahre 1972 spezialisierte er sich an der gleichen Universität im Bereich Bildung und Erziehungsforschung.

Nach dem Universitätsabschluss hat Ustad Obaidi seine Arbeit als Lehrer an der Istiqlal – Schule begonnen und war mehr als 40 Jahre im Bereich Bildung und Bildungsverwaltung sowie in Wissenschaft und Forschung tätig. Er war im Jahre 1972 / 73 als stellvertretender Abteilung für Grundschulbildung tätig und war nach erfolgreicher Arbeit Vorgesetzter der ausländischen Entwicklungshelfer im Zuständigkeitsbereich des Bildungsministeriums. Seine Arbeit war sehr erfolgreich. Nach den Wünschen der UN musste er als UN-Spezialist angestellt werden. Durch die direkte Anordnung des damaligen Bildungsministers wurde ihm gekündigt. Als Folge hat er entschieden, als Dozent an der Institut Sayed Jamaluldin Afghani (Hochschule für Lehrerbildung)- wo er selber Schüler und dann auch Direktor war - seine Arbeit fortzusetzen. Als die Mudjahedin an die Macht gekommen waren, musste im Sommer 1992 Afghanistan verlassen und lebt seit 1994 in Deutschland.

Obaidi hat seine schriftstellerische Tätigkeit während seiner Studienzeit an der Universität Kabul angefangen. Seine ersten Kurzgeschichten sind in diesen Jahren in den Zeitschriften veröffentlicht worden. In 40 bis 50 Jahren hat er nach den Wünschen seiner Leser und der Verlage einige Hundert seiner literarischen Arbeiten, meisten Kurzgeschichten in verschiedenen Medien von Afghanistan, veröffentlicht. Mit dem Beginn der Ausstrahlung von Kinderprogrammen im Nationalen Radio hat Ustad Obaidi deren Endredaktion übernommen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit solchen Programmen hat er Hunderte Märchen und Beiträge mit informativen und erziehenden Themen für die Kinder geschrieben. Er hat seine Zusammenarbeit mit Radio und Fernsehen nach der Machtübernahme der Kommunisten eingestellt. Ustad Obaidi war nie Mitglied in einer Partei oder einer politischen Gruppierung. Er war ein Kritiker der russischen Invasion in Afghanistan und war Gegner der Regime, die dadurch an die Macht gekommen sind. Deshalb hat er den nationalen Widerstand gegen diese Invasion unterstützt. Aber nach der Machtübernahme von Modjahedin- gruppen war er sehr enttäuscht und hat an der Seite seines Volks als Regimekritiker gestanden.

Ustad Obaidi lebte seit 1994 in Deutschland. Mit der Gründung der Zeitschrift ASA – MA – I im Januar 1997 hat er die Aufgabe des Chefredakteurs übernommen und die ersten 5 Zeitschriften herausgegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Inhalt der Zeitschrift dem Bedarf von Kindern und Jugendlichen aus Afghanistan entsprochen. Nach dem Wechsel der Situation in Afghanistan und dem Wunsch von Landsleuten musste ASA – MA – I einige andere Ziele in den Vordergrund stellen. Weil Ustad Obaidi diese neuen Ziele außerhalb von seinen Aktivitäten als Schriftsteller gefunden hat, kündigte er seine Tätigkeit als Chefredakteur im Jahre 1998.

Ustad Moh. Azam Obaidi ist am Sonntag, den 30 November 2008  in der Stadt Mönchengladbach (Bundesrepublik Deutschland) verstorben. Obwohl er sein Land von ganzem Herzen geliebt hat, ist er wegen einiger Rücksichten in Mönchengladbach beerdigt worden-Ina lelahi wa Ina ina elaihe rajehun (Wir kommen von Gott und gehen zu Gott)

Ustad Ranaward Zaryab hat Ustad Obaidi als einer der Begründer von Kurzgeschichten in Afghanistan erwähnt und seinen Tod für die ganze Familie der afghanischen Literatur als eine Tragödie bezeichnet.

Der Schriftsteller und berühmte afghanische Wissenschaftler Dr. Akram Osman, einer der Schüler von Ustad Obaidi, hat den Tod dieses langjährigen Bildungs- und Kulturdieners als einen großen Verlust bezeichnet.

Nach der Meinung von Pohand Dr. Mujawer Ahmad Ziar war Ustad Obaidi nicht nur die erste Persönlichkeit gewesen, die mit der neuen und modernen Bildung und Erziehung der Zeit bekannt gewesen ist und in der Modernisierung der afghanischen Bildung eine wichtige Rolle gespielt hat, aber gehörte auch den ersten Persönlichkeiten, die das Schreiben von Kurzgeschichten in 2 Sprachen begonnen hat.

Prof. Dr. Enayatullah Shahrani, der selbst der Schüler und später der Kollege von Ustad Obaidi gewesen ist, kennt Obaidi als ein ausgezeichnetes Beispiel von Afghanistans Bildung und Kultur und bezeichnet ihn als einen freien, braven, ehrenvollen, ehrlichen Menschen mit sauberer Seele, der seine Heimat geliebt hat und an der Seite von Recht und Gerechtigkeit gestanden hat. Er war angstlos gegen die Machthaber und liebevoll gegen die Untertanen. Er war frei von jeglichen ethnischen, sprachlichen und religiösen Vorurteilen.

Das leitende Kollegium des Bildungsministeriums bezeichnet den Tod dieser geehrten wissenschaftlichen und kulturellen Persönlichkeit Afghanistans als großen und nicht zu ersetzenden Verlust und würdigte seinen Dienst für die Kultur und Bildung Afghanistans über 40 Jahre.

Der Präsident Afghanistans Karzai hat den verstorbenen Obaidi als eine Persönlichkeit gewürdigt, die sich liebevoll an die Seite von Armen gestellt hat. Gleichzeitig würdigte er ihn wegen seines Dienstes für die Kultur und Bildung Afghanistans und bezeichnete seinen Tod als einen großen Verlust.
 

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Medical Doctor Zarghona Obaidi-Teebken ist im Jahre 1958 in der Stadt Kabul geboren. Nach dem Ende ihres Studiums der Medizin gehörte sie zum akademischen Lehrkörper der medizinischen Fakultät der Universität Kabul und hat gleichzeitig als Frauenärztin im Krankenhaus Malaly - Zezhanton gearbeitet. Sie hat ihre Qualifikationen im Bereich Pharmakologie durch ihre Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung der WHO in Indien ergänzt. Zarghona Obaidi hat neben ihren offiziellen Aufgaben in der Klinik des Verbandes des Behinderten Afghanistans (NADA) ehrenamtlich als Arzt gearbeitet. Im Jahre 1992 ist sie aufgrund der Einladung von einer Hilfsorganisation nach Deutschland  gekommen. Sie hat  die Zulassung als Ärztin bekommen, sich weitergebildet und hat in einer Forschungsfirma gearbeitet. Zarghona Obaidi ist ein Gründungsmitglied des Vereines ASA - MA - I und dessen jetzige Vorsitzende. Neben ihren beruflichen Tätigkeiten hat sie Interesse an der Literatur. Teile ihrer Gedichte und Geschichten sind veröffentlicht worden.

Zarghona Obaidi war nie Mitglied einer politischen Partei.

 

 

Hamidulla Obaidi ist im Jahre 1953 in Kabul geboren. Er hat Architektur, Städtebau und internationale Beziehungen studiert, in Afghanistan und im Ausland. Im Jahre 1982 ist er aufgrund einer Minenexplosion im Bereich der Wirbelsäule verletzt worden, die ihn zu einer lebenslangen Lähmung geführt hat. In den späteren Jahren hat er sich in einem Planungsstab mit dem Bereich der internationalen Beziehungen beschäftigt.

Wegen des tragischen Geschehens in Afghanistan und seinen persönlichen Erfahrungen hat er Zweifel an den politischen Zwecken und politischen Ansichten bekommen und hat im Jahre 1989 offiziell seine politischen Aktivitäten aufgegeben. Danach hatte er mit breiter Unterstützung von verschiedenen Gruppierungen von Behinderten sowie der UNO den Nationalen Verband der Behinderten Afghanistans gegründet. Diese Vereinigung ist in den Gegenden aktiv gewesen, die unter der Kontrolle der Regierung war sowie in den Gegenden, die von ihren Gegnern beherrscht wurden.

Hamid Obaidi ist Ende 1992 auf Einladung einer Hilfsorganisation nach Deutschland gekommen und lebt hier. Er war nach der Gründung des Vereins ASA - MA - I als Vertreter des Chefredakteurs der Zeitschrift ASA - MA -I tätig gewesen. Nach der Kündigung des ersten Chefredakteurs hat er diese Aufgabe übernommen. Er hat jetzt die Verantwortung der Internetseite und Webseite von ASA - MA - I.

Hamid Obaidi ist seit über 20 Jahren im Bereich Presse tätig. Zahlreiche seiner Schreiben sind in dari, paschtu und englisch veröffentlicht worden. Seit dem Beginn der Veröffentlichung von ASA - MA - I hat er dafür seine ganze Zeit und Kraft investiert.

 

Ratbil Ahang Shamel ist im Jahre 1974 in Kabul geboren und lebt seit 1989 in Deutschland. Sein Hochschulstudium hat er in den Fächern Politik und Orientalistik an der Universität Köln mit einem Master – Degree abgeschlossen. Er arbeitet bei der Deutschen Welle, beim Dari - Programm. Seine Zusammenarbeit mit den Medien außerhalb von Afghanistan hat vor fast 10 Jahren angefangen. Seit ca. 7 Jahren schreibt er als freier Journalist für deutsche Publikationen. Ratbil Ahang Shamel war 6 Jahre der Chefredakteur einer deutschsprachigen Zeitschrift, des Ost – West – Journals, die von ASA – MA – I herausgegeben wurde.

Er ist nicht Mitglied einer Partei oder einer politischen Gruppierung gewesen.
 

 

Kurt Teebken, geb. am 06.01.1953 in der Stadt Mönchengladbach.Nach Abschluss seiner Ausbildung bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach in den Jahren 1968 bis 1973 hat er sich beruflich meistens mit Finanzen beschäftigt, mit Forderungen gegen den deutschen Bundesstaat und mit Forderungen des deutschen Bundesstaates. Zur Zeit arbeitet er beim Rhein – Kreis Neuss.

Mitte der siebziger Jahre war er ehrenamtlich in der Jugendarbeit einer gewerkschaftlichen Organisation tätig. Zeitweilig war er auch Mitglied bei der CDU.

Engagiert hat er sich seit Ende der siebziger und bis Mitte der neunziger Jahre bei amnesty international. Dabei hat er sich darum bemüht, Asylbewerber in ihrem Verfahren zu helfen. Zu seinen Aufgaben gehörte es, Informationen, die amnesty international hat, zu besorgen und dies zugunsten der Asylbewerber an sie oder ihre Anwälte einzusetzen. Es ging um politische und rechtliche Hintergründe in den Ländern und um Beiträge zu einer Asylanerkennung.

Er ist Gründungsmitglied des Flüchtlingsrates Mönchengladbach e.V. und beschäftigt sich dort ehrenamtlich von Beginn an mit den Vereinsfinanzen. Der Verein macht ein Beratungsangebot für Asylbewerber und leistet darüber hinaus Sozialarbeit.

Seit 1995 hat er für ASA – MA – I ehrenamtlich die Verwaltungsarbeiten erledigt. Dazu gehörte auch das Kassen – und Rechnungswesen.